Freilichtmuseum Schmiedleithen in Leonstein in Oberösterreich

Verein d´Hammerschmied
Schmiedleithen 7
4592 Leonstein
Telefon: +43 (0)650/2206094

hammerschmied@aon.at
http://www.schmiedleithen.at

Reich waren sie, die Besitzer der Sensenwerke an der Eisenstraße. Die begehrte Blaue Sense aus der Eisenwurzen wurde teuer gehandelt und brachte den Hammerherren Wohlstand. Es war die große Zeit der Schwarzen Grafen.

Heute warten im Freilichtmuseum Schmiedleithen wunderschön erhaltene Herrenhäuser, Gärten, Schmiede- und Gesindehäuser auf Ihre Entdecker/innen. Wie nach einem Dornröschenschlaf sind sie noch so erhalten, wie sie damals verlassen wurden, als im Tal die Hämmer für immer verstummten.

Im Freichlichtmuseum Schmiedleithen gibt es folgende drei voneinander unabhängige museale Angebote:
• Themenweg „Auf den Spuren der Schwarzen Grafen“
• Das Sensenschmiede-Ensemble - Ein Spaziergang durch die Schmiedleithen
• Ausstellung in der Kram „Die letzten Schwarzen Grafen“

Link

Themenweg „Auf den Spuren der Schwarzen Grafen“

In einem romantischen Seitental in Leonstein, liegt ein unvermutetes Juwel der Eisenstraße. Hier beginnt man Schritt für Schritt das vergangene Reich zu erahnen: jenes der Schwarzen Grafen in der Schmiedleithen.

Ein romantischer Themenweg führt durch das Tal der Schwarzen Grafen zur Schmiedleithen. Eine besondere Faszination ist der historische Herrschaftsgarten, der seit 2022 wieder in neuem Glanz erstrahlt. Auf über 3000 m² erstrecken sich spannende Themengärten, wo Sie sich über stimmungsvolle Naturbilder erfreuen können.

Der gesamte Rundweg ist zwischen 2,5 und 4 Kilometern lang und von Groß und Klein leicht zu erwandern. Die Strecke ist auch für Kinderwagen geeignet. Besonders attraktiv ist der Weg für unsere Kleinen: Während man ständig entlang des Baches spaziert, kommt man bei Schafen, Truthähnen, Enten, Pferden, Fischen und Ziegen vorbei!

Ausgangspunkte

Schloss Leonstein
Gasthaus Waldklause, zur Zeit geschlossen
Reiterhof und Jausenstation „Moar im Baumgarten“

Öffnungszeiten

Mai bis Oktober
Führungen gibt es NUR nach Vereinbarung.
Für Schüler gibt es nach Voranmeldung eine spannende Spezialführung mit Bilder-Rallye.

 

Sensenschmiede-Ensemble

Das Freilichtmuseum Schmiedleithen ist das einzige vollständig erhaltene Sensenschmiede-Ensemble der gesamten Eisenwurzen. Herrenhäuser, Arbeitsstätten, Schmiedehäuser, Gärten und Stallungen erinnern an die Zeit, in der die Hämmer dröhnten und die begehrte Blaue Sense den Hammerherren und den Bewohnern im Tal Reichtum und Wohlstand brachte.

Besonders faszinierend sind die architektonischen Details, die man auf Schritt und Tritt entdeckt. Die Gebäude sind zum größten Teil noch bewohnt und daher NUR von außen zu bestaunen. Bitte haben Sie Verständnis für das Privatleben der Schmiedleithner!

Öffnungszeiten

Mai bis Oktober
Führungen gibt es NUR nach Vereinbarung.
Für Schüler gibt es nach Voranmeldung eine spannende Spezialführung mit Bilder-Rallye.

 

Ausstellung „Die letzten Schwarzen Grafen“

Der erste urkundlich erwähnte Besitzer der „Schmiede an der Leithen” war Sigmund Pfusterschmied 1603. Im Jahre 1871 übergab der kinderlose Gottlieb Hierzenberger das Werk seinen Neffen Ludwig Zeitlinger. Nach dem frühen Tod seiner geliebten Frau Rosine im siebten Ehejahr heiratete Ludwig Zeitlinger eine reiche Kaufmannstochter aus Kirchdorf, Maria Redtenbacher. Dieser Ehe entstammten Rudolf, Josef und Hermine.

Hier, in der Kram in Schmiedleithen wurden einst die Sensen zum Versand in alle Welt fertig gemacht. Dazu gehörte auch die künstlerische Bemalung der Blauen Sensen. Heute ist hier dem Leben und Wirken von Rudolf, Hermine und Josef Zeitlinger eine Ausstellung gewidmet – die letzten Schwarzen Grafen der Schmiedleithen.

Öffnungszeiten

Mai bis Oktober
Sonntag und Feiertag von 10:00 bis 17:00 Uhr

Für Gruppen jederzeit nach Voranmeldung.
Für Schüler gibt es eine spannende Spezialführung mit Bilder-Rallye.

 

Veranstaltungen

Die alljährlichen Veranstaltungen (Winterzauber, Raritäten-Markt, Nacht der Blauen Sense mit Hammerschmiedfest, Herbst-Fest) begeistern Freunde der alten Handwerkskunst und Liebhaber der gediegenen, bodenständigen Musikrichtungen. Das Hammerschmiedfest entwickelte sich zur Leitveranstaltung der Oberösterreichischen Eisenstraße.

Die Termine und Details der Veranstaltungen finden Sie unter www.schmiedleithen.at

 

Die Schwarzen Grafen

Die Hammerherren waren die Besitzer der Sensenwerke. Sie waren hoch angesehen und sehr wohlhabend. Aber sie arbeiteten auch jeden Tag im Sensenhammer, wurden bei dieser Arbeit schwarz und bald nannte man sie liebevoll, die Schwarzen Grafen.

Sie lebten feudal in ihren Herrenhäusern, entwickelten ihre eigene Standestracht, die Hammerherrentracht und waren Bürger von Welt. Sie liebten das Außergewöhnliche. Hatten Freude an schönen Gewändern, kostbaren Hausrat, wertvollen Waffen, an den neuesten Erfindungen, künstlerischen Handarbeiten und exotischen Pflanzen.

Feudal lebten auch die Besitzer des Sensenwerkes Schmiedleithen, die Geschwister Zeitlinger, in ihren Herrenhäusern. Im herrschaftlichen Sterngarten gediehen in Orangerien Zitrusfrüchte und andere mediterrane Köstlichkeiten. Mit der Mechanisierung der Landwirtschaft verlor die Zunft der Sensenschmiede an Bedeutung. Da und dort entlang der Eisenstraße, erinnern ihre Herrenhäuser und Werksanlagen an ihre große Vergangenheit. Nirgendwo besser, als hier in der Schmiedleithen.

 

Geschichte der Sense

Im 13. und 14. Jahrhundert entwickelte sich das Steyrtal zu einem Kernbereich der Eisenwurzen. Schmiede- und Hammermeister erzeugten in insgesamt 17 Betrieben Sensen, Sicheln, Messer, Waffen und Gebrauchsgegenstände. Sie nutzten die Wasserkraft des Rinnerbergerbaches. Die Holzkohle kam aus den umliegenden Wäldern. Die Dynastien Pfusterschmied, Hierzenberger und Zeitlinger prägten mit ihrer Arbeit das Leben in der Region. Vom steirischen Erzberg kam das Rohmaterial.

Die Sensen wurden zuerst mühsam mit Handhämmern gefertigt. Im Jahre 1584 erfand der Kirchdorfer Eßmeister Konrad Eisvogel den Breithammer und die Sensenproduktion wurde rationeller. Ab dem 19. Jahrhundert wurde die Sense durch technische Neuerungen verdrängt - der Hämmerklang erlosch in den Tälern.

 

Verein d'Hammerschmied

Unter dem Zeichen der „gekreuzten Sensen“ bemühen sich über ein Dutzend ehrenamtliche Mitglieder um die Kultur und Heimatpflege in der Gemeinde Grünburg. Im Jahr 1995 gegründet, war das vorrangige Ziel, mit dem Sensenschmiede Ensemble Schmiedleithen, bei der ersten dezentralen Landesausstellung 1998 „Land der Hämmer Heimat Eisenwurzen“ teilzunehmen.

In tausenden ehrenamtlichen Arbeitsstunden wurde der Eisenstraßen Themenweg „Auf den Spuren der Schwarzen Grafen“ gestaltet. Die Schmiedleithen mit ihren Herrenhäusern, Gärten und Werksgebäuden aus dem Dornröschenschlaf erweckt und die Ausstellung in der Kram als Museum, zum Leben und Wirken der letzten Schwarzen Grafen eingerichtet.

Neben der Organisation und Durchführung von Veranstaltungen liegt ein ganz wesentlicher Bereich der Vereinsarbeit in der Heimatforschung. Die Erkenntnisse wurden bereits in „Heimatblättern“ veröffentlicht. Die erste Ausgabe widmet sich der Brauerei Leonstein und dem Leonsteiner Bier, das nach 100 Jahren für die Feste in der Schmiedleithen wieder gebraut und angezapft wird. Die zweite Ausgabe widmet sich den Wald-, Wiesen und Flurnamen der Wagenhub.

 

Gebühren und weitere Informationen

zum Freilichtmuseum Schmiedleithen finden Sie unter www.schmiedleithen.at

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