Bauernmuseum und Nostalgierüsthaus Eisbach

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Aus dem im Jahr 1892 von den Großeltern erbauten und von den Eltern übernommenen Heimathaus, welches bis zum Jahr 1920 als Kaufmannsladen und danach bis 1942 als Tabaktrafik geführt wurde, gestaltete die Familie Stoimaier das "Kleine Bauernmuseum", in dem die Zeit stillgestanden ist und man erkunden kann, wie man vor 50 Jahren gelebt hat.

Im Außenbereich, in dem sich Scheunen mit landwirtschaftlichen Geräten befinden, kann man sich um Jahre zurück versetzen, wie damals Schuster, Drechsler, Binder und Tischler ihr Handwerk verrichtet haben. So findet man beim Schuster beispielsweise noch Schuhe mit Holznägeln aus den 20er Jahren.

Weiters findet man am Hof eine Holzknechthütte, eine Schnapsbrennerhütte, ein Bienenhaus mit Wespenkrug und seit kurzem auch einen Wetterböller aus dem Pleschgebiet sowie einen Göppl (Antriebsmaschine) von der Kehr. Dem Kohlebergbau, der vor Jahren im Gebiet von Eisbach betrieben wurde, ist ebenfalls eine Abteilung gewidmet. Weiters gibt es eine Wagenhütte, alte Schlitten und eine Pressraumhütte zu sehen.

Im Haus selbst befindet sich unter anderem ein Sparherd, der sich noch im Originalzustand aus dem Jahr 1892 befindet, sowie im Keller ein funktionstüchtiger Backofen. In der Küche des Bauernmuseums kann man - nach Voranmeldung - sogar noch beim Sterzkochen zusehen und nach einem Rundgang - der ca. zwei Stunden dauert - bei Sterz, Krapfen und eigenem Most gemütlich beisammensitzen. Weiters gibt es im Haus eine eigene Spinnstube und eine "Eltern- und Kinderstube" mit Strohsäcken, in der es auch Wäsche - so wie man sie vor 40 Jahren getragen hat - zu sehen gibt.

Im Areal des Bauernmuseums kann auch das Nostalgierüsthaus der Freiwilligen Feuerwehr Eisbach-Rein besucht werden. Dieses soll kein Museum sein sondern Zeitzeuge aus der Gründerzeit der Freiwilligen Feuerwehr Eisbach-Rein. Eines der Prunkstücke ist eine voll funktionsfähige Kastenspritze aus dem Jahr 1825. In den Vitrinen befinden sich das originale Schriftführerbuch der Gründerzeit sowie zahlreiche Requisiten des Kommandanten und der Feuerwehrmänner.

Die angeschlossene Sanitätsabteilung zeigt eine Krankentrage aus dem Jahr 1909, mit welcher die Verletzten von den freiwilligen Helfern bis zu 20 km zu Fuß ins nächste Spital nach Graz und wieder zurückgetragen wurden. Die Aufzeichnungen über Verletzte und Verletzungen sind im "Rettungstagebuch" - welches ebenfalls im Original ausgestellt ist- nachzulesen.