Kapelle Auffen in Großhart

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Die barocke Kapelle von Auffen verdankt ihre Entstehung dem nahegelegenen Schloss und Gutshof Auffen. Sie wurde 1718 anstelle eines alten Kreuzes an den Grenzen der Pfarren Bad Waltersdorf, Ebersdorf und Großsteinbach errichtet. Obwohl das Schloss und Hof bald darauf (1740) aufgelassen wurden, erfreute sich die Kapelle bald regen Zuspruchs von Wallfahrern. Der 1817 befohlene Abbruch scheiterte am entschlossenen Widerstand der Bevölkerung. Seit dieser Zeit ist die Kapelle im Besitz der Gemeinde Großhart. Die bis 1785 der Pfarre Bad Waltersdorf zugehörige Kapelle wurde ab diesem Zeitpunkt der Pfarre Großsteinbach zugeteilt.

Im Jahr 1833 wurde die Messlizenz erteilt und es kamen darauf hin wieder viele Wallfahrer zur Kapelle. Auch heute kommen noch Wallfahrer aus den umliegenden Gemeinden an den verschiedensten Tagen im Jahr. Besonders gefeiert wird nach wie vor der Florianitag an jedem 1.Sonntag im Mai. Die Volksschulkinder feiern ihren Schulgottesdienst und die Kindergartenkinder ihr Erntedankfest in der Kapelle. Weiters wurden in der Kapelle auch schon immer wieder Hochzeiten gefeiert.

Der nach Süden orientierte Bau besitzt ein ovales Langhaus, dem ein kleiner Altarraum angefügt ist, der von einem quadratischen Turm mit Zwiebelhaube überhöht wird. Die flache Kuppel im Inneren bringt in Medaillons einen Freskenzyklus, die sieben Schmerzen Mariens darstellend, im Mittelfeld einen Gnadenstuhl. Die Fresken sind vermutlich ein Werk eines unbekannten Schülers J.C. Hackhofers, wurden aber im 19.Jahrhundert übermalt. Der kleine Hochaltar birgt eine gute Schnitzarbeit – das Gnadenbild – eine barocke Pieta. Im Jahr 1991 wurde ein Volksaltar aus Holz aufgestellt.