Schloss Münichhofen

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Das Schloss Münichhofen liegt im oberen Ilztal südöstlich von Weiz auf einer kleinen Anhöhe vor Etzersdorf. Es bildet ein unregelmäßiges Viereck um einen Hof, an den Ecken flankieren Vierecktürme das sonst nüchterne Schlossgebäude, das in der heutigen Form zum größten Teil aus dem 18. Jahrhundert stammt. Die Anfänge des Schlosses gehen auf das Gut Münichhofen als Meierhof beim Dorfe "Epzinsdorf" im 12. Jahrhundert zurück.

Der Ortsname führte in die frühe Nachkolonisationszeit um 1180. Etzersdorf dürfte nach dem Rodungsleiter Epco, einer Namenskurzform für Eberhard, seinen Namen erhalten haben. In der Chronik des Bistums Seckau wird ein Ort Etzerdorf schon 1189 erwähnt. Ob es sich dabei um das Münichhofen benachbarte Dorf handelt, ist nicht aufzufinden. Wenn ja, dann müsste auch Münichhofen schon bestanden haben, denn Münichhofen wird schon zwischen 1262 und 1269 als ein marchfutterpflichtiger Besitz genannt. (Marchfutter hieß man die Haferabgabe für Heereszwecke, für die Streitrösser des Kaisers.)

Münichhofen war schon zur damaligen Zeit ein wehrhafter Hof, den Jutta aus dem hochfreien Hause der Feistritzer ihrem Gatten Leutold von St. Dionysen-Guttenberg, dem Grundherren und Begründer des Marktes Weiz, zugebracht hatte und den dieser mit anderen Besitzungen in dieser Gegend vor seiner Teilnahme am Kreuzzug Kaiser Friedrich Barbarossas ins Heilige Land, als Ausstattung seiner Tochter Otilie dem Stift Göß übergab. (Beim Eintritt in ein Kloster mussten die Novizen, die ja Bräute Christi wurden, eine Morgengabe bringen.) Münichhofen, das 1265 als Munechhoven aufscheint, ist wohl nach dem Hof, der den Nonnen von Göß - in mönchischer Art lebenden adeligen Damen - eigen war, benannt. Er dürfte in der Folge als ritterliches Lehen abgegeben worden sein.