Dorfmuseum Mönchhof


Bahngasse 62
7123 Mönchhof
Telefon: +43 (0)2173/80642

office@dorfmuseum.at
http://www.dorfmuseum.at

Im Dorfmuseum Mönchhof im burgenländischen Seewinkel wurde dem Leben der Bauern und Handwerker, die in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts hier noch ihr traditionelles Tagwerk verrichteten, ein lebendiges Denkmal gesetzt.

Alte Häuser und Werkstätten, Einrichtungsgegenstände und Gerätschaften wurden auf Privatinitiative vor dem Vergessen und Verschwinden bewahrt und laden Sie ein, für ein paar Stunden an Arbeit und Freizeit, Freuden und Nöten jener Tage teilzuhaben. Vom bescheidenen Wohnhaus bis zum repräsentativen Weinbauerngehöft samt Stallungen, vom Gemischtwarenladen bis zum Kino wird im Dorfmuseum Mönchhof Geschichte konserviert und inszeniert, ergänzt durch eine fundierte Dokumentation über die Lebens- und Arbeitsbedingungen der damaligen Zeit.

HOADBODEN - HEIDEBODEN

"Hoadboden" nannte man früher den Teil des Seewinkels, in dem Mönchhof liegt - Heideboden. All die Bauern, Handwerker und Kleinhäusler, die hier lebten, trotzten diesem Heideboden ihre Existenz ab. Da war nichts mit ,,Mutter Erde"; der Heideboden war eher ein strenger Vater. Von ihm hing es ab, wann und was die Menschen zu essen hatten und wann sie hungern mussten. Er bestimmte, wann sie arbeiteten und wann sie sich ausruhen konnten. Das änderte sich maßgeblich in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Das Burgenland und also auch die östlich des Neusiedlersees gelegene Region wurden ,,modernisiert". Zunehmend machten sich Asphalt und Beton auf dem Heideboden breit. Auch die alte bäuerliche Welt veränderte sich; sie wurde ,,bodenunabhängiger". Und zum Teil verschwand sie ganz einfach. ,,Eine Sache, die nirgends zum Aufhalten war", sagen die Leute.

 

DORFMUSEUM MÖNCHOF

Hier im ,,Dorfmuseum Mönchhof“ ist diese einstige Welt zu erahnen. Man findet die alten Häuser, die Werkstätten, die Einrichtungsgegenstände und die Gerätschaften. Man kann nachvollziehen, wie die Menschen gearbeitet, gewohnt und gefeiert haben. Und man spürt etwas von ihren Freuden, ihren Nöten, ihrer Geborgenheit, aber auch von den einengenden Zwängen, denen sie ausgesetzt waren.

 

VERSCHIEDENE BEREICHE

Das seit 1990 bestehende Freilichtmuseum - ursprünglich eine private Sammlung - ist in drei Bereiche gegliedert. Im ersten geht es um die Grundlagen der Existenzsicherung. Wovon haben die Menschen gelebt? Was haben sie angebaut und wie? Wie haben sie geerntet? Und welche Produkte haben sie für sich behalten? Dementsprechend ist der gleich anschließende zweite Teil der Bevorratung für den Eigenbedarf gewidmet. Denn diese bildete ja die Grundlage dafür, dass immer etwas zum Überleben da war.
Hinter einem kleinen Teich liegt der dritte und vielleicht ansprechendste Bereich des Museums. Da steht ein richtiges, gleichsam idealtypisches Dorf im ehemaligen Weingarten der Familie Haubenwallner mit Schule, Gasthaus, Greißlerei, Kino, Gemeindeamt, Post, Feuerwehr, Milchhaus und Schrotmühle, mit den Werkstätten der eingesessenen Handwerker und mit dem bescheidenen Wohnhaus des dörflichen Viehhalters.

 

GEHÖFT DER WEINBAUERNFAMILIE

Im Kontrast dazu ist das Gehöft einer gut situierten Weinbauernfamilie zu besichtigen, mit allem, was so dazugehört: Wirtschaftskammern, Viehställe, Wagenschupfen, Stadl und eigener Weinkeller. Vis a vis sind die Wohnräume für den dörflichen Bäcker samt Backstube und kleinem Geschäft eingerichtet. Beide Hofstellen, die des Bäckermeisters und die des Weinbauern, bilden eine Halbwirtschaft, jene im Heideboden einstmals gängige Wohn- und Wirtschaftsform. Am Dorfende befindet sich die Kirche, die zu stiller Einkehr oder zu fröhlichen religiösen Festen einlädt.

 

WIRTSHAUS

Am gastfreundlichsten ist naturgemäß das Wirtshaus. Wie die meisten anderen Gebäude stand es früher in Mönchhof und ist samt seiner Einrichtung annähernd wieder so aufgebaut worden.
Hier kann der Besucher lustvoll rasten, nachdenken, weiterfragen oder auch ein Glas Wein genießen, der aus dem Keller von Haubenwallners Schwiegersohn stammt. Dazu passen die von der Nachbarin fallweise gebackenen Grammelpogatschen oder Wasserkipferln. Manchmal ist das Gasthaus bis auf den letzten Platz voll besetzt, oft aber auch herrscht beschauliche Ruhe. Wem es aber dann doch zu ruhig sein sollte, der kann die alte Musikbox mit den Schellackplatten anwerfen oder an einer der außertourlichen Musikveranstaltungen, Handwerksvorführungen oder Eröffnungen von Sonderausstellungen teilnehmen.
Vorbei am Teich und an der ,,Sammlung", dem einstigen Herzstück des Museums, kommt man schließlich zurück zum Eingang.

 

MUSEUMSLADEN

Im Museumsladen können Sie diverse Mitbringsel erstehen: Wein, Schnaps, Marmeladen, Säfte, Vanillescheiben oder Witwenküsse, je nach Lust und Laune. Oder Sie kaufen sich den Museumskatalog, der neben schönen Fotos auch eine Fülle von wissenswerten Einzelheiten über das einstige Leben im Heideboden bietet - als Vertiefung des Gesehenen oder als Anregung für ein Wiederkommen.

 

HANDWERKSTAG

Am jährlich stattfindenden „Handwerkstag“ wird altes Handwerk durch kundige Meister aus der Region zu neuem Leben erweckt.

 

ÖFFNUNGSZEITEN UND GEBÜHREN

entnehmen Sie bitte der weiterführenden Website unter www.dorfmuseum.at

Außerdem: Man kann in die Häuser, Schupfen und Werkstätten eintreten, in den Räumen verweilen und sich im Betrachten der Dinge verlieren oder ganz einfach nur eine Stimmung in sich aufnehmen. Es ist ein ,,langsames", gastfreundliches Museum, dass mit dem "Österreichischen Museumsgütesiegel ausgezeichnet wurde!

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