Ungarbastei Fürstenfeld

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1529 und 1532 verwüstete leichte türkische Reiterei die Umgebung von Fürstenfeld. 1556 wurde daher nach den Plänen des italienischen Festungsbaumeisters Domenico dell' Allio mit dem Umbau der Fürstenfelder Festung nach neuzeitlichen Grundsätzen begonnen. Die mittelalterlichen Stadttürme wurden geschliffen, an den Ecken wurden vorspringende Basteien errichtet, den Mauern sollten Wälle vorgelagert und die Stadtgräben vertieft werden. Die Stadttore wurden durch Torhäuser ersetzt. Wegen finanzieller und bautechnischer Probleme wurde der Festungsausbau nach einfacheren Plänen zwischen 1577 und 1581 fertiggestellt.

Die Befestigung wurde 1775 aufgelassen. Heute sind noch Mauerteile, der Stadtgraben, der Kavalier, die Schloß- und Mühlbastei sowie die renovierte Ungarbastei zu sehen. Seit 1990 wurden im Rahmen der "Aktion 8000", eines Projektes zur Eingliederung von Arbeitslosen, Renovierungsarbeiten zur Erhaltung der Stadtbefestigung durchgeführt. Die Finanzierung erfolgt durch die Arbeitsmarktverwaltung, die Stadtgemeinde Fürstenfeld, das Land Steiermark und den Museumsverein Fürstenfeld.

1664 wurde angesichts der drohenden Türkengefahr nach Plänen des Hofkriegsrates die Stadtbefestigung durch den "Kavalier" verstärkt, um der Festungsmauer zusätzlichen Schutz zu gewähren und die westlich der Stadt gelegenen Höhen mit Geschützen erreichen zu können. Das Grazertor wurde 1565 errichtet und war Teil der Stadtbefestigung. Bis 1857 war es Militärspital. Umbauten erfolgten 1776 und 1859. Im Gebäude war bis 1945 das Stadttheater untergebracht. 1945 wurde das Gebäude schwer beschädigt, der Wiederaufbau erfolgte 1949, jedoch ohne das Theater. Aus dieser Bauphase stammen Arbeiten von Prof. Fritz Silberbauer im Gebäudeinneren.