Schloss Ehrenhausen

Marktgemeindeamt Ehrenhausen an der Weinstraße
Marktplatz 2
8461 Ehrenhausen
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Drei wichtige Aufgaben hatte die Burg Ehrenhausen einst zu erfüllen: Sie schützte die Furte über die Mur, sie bewachte den Eingang in das Gamlitztal und sicherte die einmal so wichtige Handelsstraße über den Platsch, welche die Römer schon benützt hatten. Wer den romanischen Wachturm aus der Zeit der Kärntner Mark im 11. Jahrhundert errichten ließ, ist nicht überliefert.
Viele Geschlechter haben ihre Herrschaft hier ausgeübt; eine Urkunde von 1240 spricht bereits von der bestehenden Feste und einem "Fridericus miles de Ernhus". Selbst die Habsburger waren um 1363 Besitzer dieser Burg. Nach den Pettauern und Schaumbergern kaufte 1543 Christof von Eggenberg das Schloss samt den Meierhof um 10.800 Gulden (entspricht 2005 etwa 3 Millionen Euro).

Nach dem Aussterben der Ehrenhausner Linie konnte 1646 die Grazer Linie mit Johann Anton, dem einzigen Sohn des Fürsten Hans Ulrichs von Eggenberg, in den Fideikommissgütern nachfolgen. Dann ging die Herrschaft auf die Geschlechter Leslie und Attems über. Nach dem Tode von Adele Baronin Salvi kaufte das Schloss der resignierte Erzbischof von Olmütz Dr. Theodor Kohn. 1918 erwarben es der Deutsch-Mährer Theodor Haberhauer und dessen Gattin Agnes, ihnen folgten die Familien Weiss, Richter (1921) bzw. Csicsaky (1982).

Christof von Eggenberg (+1551) ließ durch italienische Baumeister die Burg im Renaissancestil umbauen. Die jetzige Gestalt erhielt das Schloss unter der Herrschaft der Leslie im 18. Jahrhundert. Heute ist die Familie Csicsaky bemüht die notwendigsten Sicherungsmaßnahmen der historischen Teile am Schloss durchführen zu lassen, dabei kommt es immer wieder zu überraschenden Entdeckungen von altem Mauerwerk und verfallenen Bastionen.