Stillfried - Zentrum der Urzeit


Hauptstraße 23
2262 Stillfried an der March
Telefon: +43 (0)676/5498915
Telefon: +43 (0)676/6113979

stillfried@aon.at
http://www.museumstillfried.at

Eine spannende Zeitreise durch 30.000 Jahre Geschichte!

Das 2020 mit dem österreichischen Museumsgütesiegel ausgezeichnete Museum in Stillfried lädt Sie zu einem Ausflug in die Urzeit des Menschen. Der Ort ist berühmt für seine 30.000-jährige ununterbrochene Besiedlung. Deshalb werden hier seit beinahe 150 Jahren Ausgrabungen durchgeführt.

Die archäologischen Funde reichen von Steingeräten und Schmuck von Rentierjägern der späten Eiszeit um 30.000 vor Christus bis zur Schwarzhafnerkeramik des späten Mittelalters. Einen Schwerpunkt bilden die Funde des urzeitlichen Handelsplatzes an der historischen Bernsteinstraße. Ein kurzer Einleitungsfilm in unserem Museumskino entführt Sie in die Arbeitswelt der Urgeschichtsforscher- und forscherinnen. Danach laden wir Sie ein, anhand der zahlreichen Originalfundstücke aus 30 000 Jahren Geschichte in die Welt unserer Vorfahren einzutauchen.

Alle ausgestellten Funde stammen aus dem Raum Stillfried.

Wussten Sie, dass

• in Stillfried die ältesten kultivierten Weinkerne Mitteleuropas (3000 Jahre alt!) gefunden wurden,
• sich in Stillfried um 900 v. Chr. der älteste, heute nicht mehr existierende, Tierpark Europas befand,
• in Stillfried vor 3000 Jahren bereits Teigringe gebacken wurden, die in der Presse als "bronzezeitliche Bagels" bezeichnet werden?

Ein kurzer Einleitungsfilm im Museumskino entführt Sie in die Arbeitswelt der Urgeschichtsforscher/innen. Danach können Sie anhand der zahlreichen Originalfundstücken aus 30 000 Jahren Geschichte in die Welt unserer Vorfahren eintauchen.

 

Es erwarten Sie

• Steinwerkzeuge und Funde aus dem größten Elfenbeinschmuckfund Österreichs aus der Altsteinzeit

• Funde aus den Siedlungen der ersten Bauern und Viehzüchter aus dem 6. Jahrtausend vor Christus

• Keramik und Metallgeräte aus der Bronzezeit

• Kerne kultivierter Weintrauben aus einer Abfallgrube der bronzezeitlichen Burg – der älteste Nachweis für Kulturwein in Österreich

• Gefäße und Gebrauchsgegenstände keltischer Stämme

• Zahlreiche römische und germanische Funde, die eindrucksvoll die Wechselbeziehungen zwischen Römern und Germanen in unmittelbarer Nähe der Nordgrenze des römischen Reichs (Donaulimes) belegen

• Alltagsfunde aus dem Hoch- und Spätmittelalter, die ein Bild der mittelalterlichen dörflichen Gesellschaft fernab von Kaisern und Hochadel zeichnen

 

SONDERSCHAU 2021/2022

PFLANZEN – ERNTEN – ESSEN. Ernährung von der Urzeit bis ins Mittelalter

Das Pflanzen von Getreide und die Aufzucht von Tieren erhöhten die Nahrungssicherheit der Menschen, die bis dahin vom Jagen und Sammeln lebten. Bauern, die vom Nahen Osten über den Balkan im 6. Jahrtausend v. Chr. in das dünn besiedelte Mtteleuropa kamen, brachten Kulturpflanzen, Haustiere und das damit verbundene Knowhow mit. Die Verkleinerung der Waldflächen für den Bau der Häuser und die Anlage von Feldern begann mit der Jungsteinzeit. Neue Technologien wie Pflug, Rad und Wagen ermöglichten die Ausweitung der Ackerflächen schon ab dem 4. Jahrtausend vor Chr.

Verkohlte Brotreste, Breireste, Samenkörner und im Schlamm der Fechtbodensiedlungen konservierte Obststücke sowie Tierknochen, Schneckengehäuse und Muschelschalen zeigen uns den Speisezettel des urzeitlichen Menschen. Neue Analysemethoden ergänzen vieles, was nicht auf den ersten Blick erkennbar ist, wie Milchrückstände, Honig und Fette. Von den Griechen und den Römern gibt es bereits Speisenrezepte. Letzteren verdanken wir in unserem Raum den Obstbau, neue Kulturpflanzen und Gewürze.

Karl der Große gibt um 800 v. Chr. im Capitulare de villis Anweisungen zur Bebauung und Verwaltung der Krongüter. Aus den mittelalterlichen Wirtschaftsbüchern erkennen wir viele Details des Anbaus und der Küche. Mit der Entdeckung der Neuen Welt kommen viele Kulturpflanzen zu uns, die für uns heute selbstverständlich erscheinen. Den Endpunkt der Schau bildet ein Ausblick auf den Beginn der Industrialisierung der Landwirtschaft an der Wende vom 19. zum 20. Jhd.

 

Gewürzweinverkostung

Nach dem Museumsbesuch laden wir Sie zur Verkostung der hausgemachten historischen Gewürzweine ein. CONDITUM PARADOXUM (Rezept aus der Römerzeit) und HYPPOKRAS (mittelalterliches Rezept) bieten Ihnen neuartige Geschmackseindrücke.

 

Betty Bernstein Museumsrallyef ür Kinder

Bei der Museumsrallye geht es darum eine Reihe von Aufgaben zu lösen um zu zeigen, dass Sie und/oder Ihre Kinder sich in der Urzeit sehr gut auskennen. Es gibt zahlreiche Fragen zu beantworten und Aufgaben zu erledigen wie z.B. Getreide mahlen, Objekte aus Knete formen, etc. Für jede gelöste Aufgabe gibt es einen Buchstaben des Lösungsworts, das am Ende zeigt, dass alles gemeistert wurde.

Wenn das richtige Lösungswort bei der Museumskassa vorgezeigt wird, gibt es einen Urzeitdetektiv-Ausweis. Dieser bestätigt, dass Sie alle Aufgaben im Museum perfekt bewältigt haben.

Diese Rätselrallye in die Urzeit findet jeden Samstag, Sonn- und Feiertag jeweils ab 14:00 Uhr (letzter Start 15:30 Uhr) statt. Dabei können nicht nur Kinder, sondern auch Erwachsene teilnehmen.

 

Museumsshop

Die Menschen schmücken sich seit Jahrtausenden! In der Schausammlung finden Sie zahlreiche Beispiele dafür, dass sich die Menschen bereits seit der Altsteinzeit vor 30.000 Jahren Schmuck in verschiedensten Formen getragen haben.

Im Museumsshop finden Sie eine reiche Auswahl an Designerschmuck aus
• Bernstein
• Mammutelfenbein (exklusiv in Österreich!)
• Kork
• Hämatit
sowie archäologische und historische Fachliteratur und die berühmten Kinderbücher von Lene Mayer-Skumanz, die entweder auf der Stillfrieder Grabung selbst spielen oder spannende Geschichten aus der Stillfrieder Urzeit für Kinder erzählen.

Ebenso finden Sie exklusiven Silberschmuck mit Echtgoldauflage nach der berühmten Himmelsscheibe von Nebra, der ältesten Darstellung des Sternenhimmels.

 

Veranstaltungen

Im August findet das Bernsteinstraßenfest statt. (20. Fest am 22. August 2021)

 

Öffnungszeiten, Eintrittsgebühren und weitere Informationen

finden Sie unter www.museumstillfried.at

 

Hintergrundinformationen

Seit fast 30 000 Jahren leben Menschen in Stillfried. Altsteinzeitliche Mammutjäger, Bauern der Jungsteinzeit sowie Händler und Schmiede der Bronzezeit hinterließen hier ihre Spuren. Aus diesem Grunde forschen Archäologen hier seit fast eineinhalb Jahrhunderten.

Verkohlte Kerne kultivierter Weintrauben aus dem 9. Jahrhundert vor Christus aus Stillfried sind die ältesten in Mitteleuropa. Um 800 vor Christus schützten 4 m hohe Wälle den Handelsplatz an der Bernsteinstraße. Die Tasse vom Typus Stillfried ist ein Produkt erfahrener Bronzeschmiede.

Nach der Zerstörung der bronzezeitlichen Burg zeugen Textilhandwerk und Töpferei von einer blühenden Siedlung der Hallstattkultur. Ein Webhaus am Wall ist ein Hinweis auf die hier lebenden keltischen Stämme. Die Germanen schätzten Luxusgüter der Römer, obwohl sie in einem Abhängigkeitsverhältnis zu ihnen standen, das sie immer wieder abzuschütteln versuchten.

1045 wird der Ort erstmals urkundlich erwähnt und ist damit eine der ältesten namentlich genannten Siedlungen im Weinviertel.

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