Kirche Flatschach in Glanegg

Gemeindeamt Glanegg
Glanegg 20
9555 Glanegg
Telefon: +43 (0)4277/2276

glanegg@ktn.gde.at
http://www.glanegg.gv.at

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Die Kirche in Flatschach in der Gemeinde Glanegg ist dem hl. Lorenz geweiht - im 12. Jahrhundert unserer lieben Frau und war bis zum Jahre 1985 eine Filialkirche der Pfarre Tigring, ab diesem Jahre gehört sie zur Pfarre St. Gandolf - Maria Feicht. Sie liegt innerhalb eines von einer Mauer umgebenen kleinen Friedhofes, der nach 1920 vorübergehend aufgelassen wurde und früher als Gesindefriedhof der Herrschaft Glanegg benutzt wurde.

Die kleine Kirche mit romanischem Kern wird erstmals 1285 urkundlich genannt und besitzt einen eingezogenen Chor mit geradem Schluß, Dachreiter und Schiff sind mit Steinplatten gedeckt. Das Westportal ist gekehlt und spitzbogig. An der Chorstirnwand gibt es noch gotische Fenster mit Maßwerkrahmen, das Innere mit offenem Dachstuhl, der rundbogige Triumphbogen entstand um 1800. Im Zuge der Restaurierung wurde im Steinmauerwerk ein Fischgräteverband (opus spicatum) festgestellt. Als Besonderheit wurden in der Triumphbogenwand im Inneren vier eingemauerte schwarze Steintöpfe (Schallöffnungen?) gefunden.

Vom ehemaligen Hochaltar des 17. Jhdt. ist nur mehr der Aufbau erhalten. Der quadratische Chor ist flachgedeckt und mit Schablonenmalerei des 16. Jhdt. versehen. An der Südseite befindet sich ein z.T. übermaltes Christopherusfresko. Besonders denkwürdig an dieser Kirche ist die rund 1000-jährige Glocke, die älteste erhaltene Glocke Österreichs, die sich derzeit im Diözesanmuseum befindet. Sie war 1945 in Brixlegg vor dem Einschmelzen geretten worden. Anstelle des Originals wurden in Innsbruck zwei Abgüsse hergestellt, einer davon für Freudenberg. Im Zuge der Heimholung der alten Glocke hat sich Frau Ingrid Rössler bleibende Verdienste erworben. In der katholischen Kirche werden die Glocken seit dem 6. Jhdt. verwendet und zwar erstmals in Nordafrika. Irische Mönche führten das Glockengeläute zur Verkündigung sakramentaler Handlungen beim Gottesdienst auch in Europa ein.

Wegen zunehmenden Verfalls dieser Filialkirche gab es ab 1932 keine Gottesdienste mehr, erst die gründliche Renovierung durch Campidell ermöglichte die Neueinweihung am 21. August 1988.