Kirche Hermagor

Stadtgemeindeamt Hermagor-Pressegger See
Wulfeniaplatz 1
9620 Hermagor
Telefon: +43 (0)4282/2333-0

hermagor@ktn.gde.at
http://www.hermagor.at

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Die Pfarrkirche in Hermagor ist den heiligen Hermagoras und Fortunatus geweiht und liegt erhöht inmitten des Ortes auf der Stocksteinerwand. Die Pfarre wurde 1169 zum ersten Mal urkundlich erwähnt. Bei der Kirche handelt es sich um einen im 15. Jahrhundert über einem älteren Kern errichteten Bau. Eine Erneuerung erfolgte bereits nach einem Türkeneinfall im Jahre 1478. Das äußere Erscheinungsbild wurde 1904 nach einem Brand neugotisch umgestaltet. In den Jahren 1993 und 1994 erfolgte eine Außenrestaurierung, 1998 die Innenrestaurierung.

Die Kirche besteht aus einem Hallenlanghaus und einem spätgotischen Chor mit 5/8 Schluss und einfach gestuften Strebepfeilern. Die spätgotische Wolkensteinerkapelle in der südlichen Verlängerung des Seitenschiffes ist im Außenbau in das Langhaus einbezogen. Das Westportal und das südliche Seitenportal sind spitzbogig profiliert. Im romanisch-gotisch historisierenden Stil sind die Fensterrahmungen, an den Langhausecken die Pilasterverkleidung und die fialenbekrönten Aufsätze, sowie das umlaufende Spitzbogenfries und die Giebelfeldgliederung der Westfassade. Der Turm steht an der Nordseite zwischen Chor und Langhaus. Er hat spitzbogige Schallfenster und ist mit einem Spitzgiebelhelm bekrönt. An der Außenmauer der Kirche sind Grabplatten von Konstantin, Abt von Arnoldstein, Hans Preckinger, gestorben 1599, und eines „von Wolkenstein“ mit der Bezeichnung 149. angebracht. Die Statue des heiligen Hermagoras an der Südwand der Kirche wurde von Hans Domenik 1961 geschaffen.

Das vierjochige Langhaus ist dreischiffig, wobei die Seitenschiffe halb so breit sind wie das Mittelschiff. Ein spitzbogiger Triumphbogen trennt das Langhaus vom Chor. Der zweijochige Chor ist bedeutend niedriger als das Langhaus. An der Nordseite befindet sich im nordseitigen Joch ein spitzbogig abgefasstes Sakristeiportal, im südseitigen Joch die neugotische Spitzbogentür zum Turmaufgang. An der Südseite führt eine profilierte Spitzbogenöffnung über drei Stufen in Jochbreite in die einjochige Wolkensteinerkapelle, mit einfachem Gewölbestern. Ein Netzrippengewölbe erstreckt sich im Langhaus über achteckigen Pfeilern. Es verfügt wie das Kreuzrippengewölbe im Chor über kunstvoll bemalte Gewölbesteine und figurale Malereien in kleinen vertieften Flächen. Die Orgel steht auf einer neugotischen Holzempore mit geschnitzter Brüstung über oktogonalen Stützen.

Die Ausstattung der Kirche stammt vorwiegend aus dem Barock.