Oberstbergmeisteramt Obervellach

Marktgemeindeamt Obervellach
Obervellach 21
9821 Obervellach
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Kaiser Maximilian I ordnete das Bergwerkswesen und stellte es unter staatliche Aufsicht, wo an die Spitze der Bergwerksbetriebe Innerösterreichs ein Oberstbergmeister berufen wurde. Im Jahre 1509 wurde wegen der reichen Bergbaubetriebe in den Hohen Tauern der Markt Vellach zum Sitz dieses hohen Amtes bestimmt.

Am Ende des 15 Jhs. wurden die Bergwerke von Österreich ob und unter der Enns, Steiermark, Kärnten und Krain durch den späteren Kaiser Maximilian I. einem "obristen Bergmeister" unterstellt. Wegen der besonderen Bedeutung von Obervellach im Montanwesen erfolge 1509 die Ernennung des Bergrichters von (Ober) Vellach, Lamprecht Zäch, zum ersten Oberstbergmeister für die zuvor genannten habsburgischen Länder. Die Hauptaufgaben des Bergrichters, der seinen Amtssitz in Obervellach hatte, waren insbesondere die Vertretung des Landesfürsten als Gewerke und die Überwachung des Bergbaues, der in der ersten Hälfte des 16. Jhs. im gesamten Ostalpenraum seine Blütezeit erlebte.

Durch die habsburgische Länderteilung 1564 erstreckte sich der Zuständigkeitsbereich des Oberstbergmeisteramtes in der Folge auf Innerösterreich (Steiermark, Kärnten, Krain, Görz, Triest und die österreichischen Besitzungen in Istrien und Friaul). Im Zuge der mariatheresianischen Reformen wurde das Oberstbergmeisteramt spätestens 1778 nach Klagenfurt verlegt, allerdings dürfte sein Wirkungsbereich bereits vor der Mitte des 18. Jhs. auf das Herzogtum Kärnten beschränkt gewesen sein.

Mit seinem stimmungsvollen Arkadenhof zählt das im Renaissancestil errichtete Gebäude zum bedeutendsten Profanbaubestand von Obervellach.