Schloss Wasserhofen in Eberndorf

Marktgemeindeamt Eberndorf
Kirchplatz 1
9141 Eberndorf
Telefon: +43 (0)4236/2242-0

eberndorf@ktn.gde.at
http://www.eberndorf.at

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Das Gut Wasserhofen gehörte bis zum Jahre 1529 zum Chorherrenstift. In diesem Jahr musste Eberndorf, wie andere Herrschaften auch, den vierten Teil seiner Füter zur Türkenhilfe veräußern. Der damalige Propst, Johann von Wildenstein, verkaufte mehrere Güter, darunter auch das Gut Wasserhofen, um 2000 Pfund Pfennige an die Herren Hans und Andreas Ungnad. In der Folge sollte Wasserhofen noch oftmals seinen Besitzer wechseln. 1577 wird Leonhard von Keutschach als Eigentümer genannt, und 1584 scheinen Johann Freiberger und seine Gattin Juliana von Kulmer als solche auf. Von den Kulmern kam das Schloss an das Stift Arnoldstein, danach an das Stift Bamberg. Nach einigen privaten Besitzerwechseln verkaufte Lambrecht Raditschnigg 1661 dem Rektor des Jesuitenordens und Besitzer des Gutes Eberndorf das Gut Wasserhofen um8000 fl. und 30 Dukaten. Bis zur Aufhebung des Ordens blieb Wasserhofen im Besitz der Jesuiten. Im Jahr 1809 kam Wasserhofen dann an die von St. Blasien nach St. Paul eingewanderten Benedektiner.

Als man im Jahr 1831 ein Übergreifen der Cholera von der Steiermark auf Kärnten befürchtete, wurde Wasserhofen als Gebäude bestimmt, in dem eventuelle Cholerafälle untergebracht werden sollten. Das Schloss zeichnete sich als Unterbringungsort für Cholerakranke deshalb aus, da es vollkommen isoliert auf einer Anhöhe lag und vom herrschaftlichen Meiereigebäude bzw. der Mutmühle weit genug entfernt war. Zuletzt gehörte Wasserhofen der Firma Leitgeb, bis 1982 Günter Fritz mit seiner Familie den Besitz, der sich damals in äußeren desolatem Zustand befand erwarb. Das unter Denkmalschutz stehende Schloss wurde unter großem zeitlichen und finaziellen Aufwand schrittweise renoviert und wird heute für Ausstellungen genützt.

Beim Schloss Wasserhofen handelt es sich um eine ausgedehnte, rechteckige Bauanlage aus der Renaissancezeit. Das Schloss besitzt einen geräumigen Innenhof mit einem Arkadengang an der Nordseite. Im nordöstlichen Teil der Anlage befindet sich ein Raum, der von der Bevölkerung als "Tempel"bezeichnet wurde, weil hier Ende des 16. Jh.s unter Hans Freiberger protestantische Gottesdienste abgehalten wurden. In dem ursprünglichen ganu mit Holz ausgetäfelten Raum sollen sich wahre Kleinode der Hozintarsie befunden haben, die durch Unverstand und Sorglosigkeit verlorengingen. Wasserhofen ist der Geburtsort des Jesuiten Markus Hansitz (1683-1766), des Begründers der Kirchengeschichte "Germania Sacra".