Schlosskirche Wernberg

Gemeindeamt Wernberg
Bundesstraße 11
9241 Wernberg
Telefon: +43 (0)4252/3000

wernberg@ktn.gde.at
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Die Schlosskirche Wernberg in der gleichnamigen Gemeinde führt heute das Patrozinium Zum kostbaren Blut, früher war sie der heiligen Katharina geweiht. Die Fassade ist mit Pilastern, Architektur- und Rankenstuck geschmückt. Über dem Eingang befindet sich die Darstellung des segnenden Christus, der mit 1575 bezeichnet ist. Die vierjochige Saalkirche ist durch stuckierte Pilaster gegliedert. Die Decke ist eine Flachtonne mit Stichkappen. Im Osten befindet sich eine doppelstöckige Empore. Der zweite Stock wurde erst 1964 eingezogen, die Unterdecke ist flach. Die Fenster sind rechteckig, über dem Gesims befinden sich Kreisfenster.

Das Innere ist mit Stukkaturen der Wessobrunner Schule verziert und mit Fresken des Kärntner Malers Josef Ferdinand Fromiller aus der Zeit um 1730/1740 ausgestaltet. In der Mitte der Decke ist in Illusionsmalerei eine Kuppel dargestellt. Westlich davon ist Mariä Himmelfahrt dargestellt, östlich drei Frauenfiguren. Der Hochaltar ist ebenfalls in Illusionsmalerei dargestellt, vor ihm steht in der Mitte ein geschnitzter Kruzifix von 1964. Die Wandmalerei der beiden Seitenaltäre stammt aus der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Vor dem Hochaltar steht ein Altartisch mit barockem Tabernakel und Engel.

Fromiller hat die Wände mit gemalten Pilastern und Gebälkzonen ausgestaltet. Den Hochaltar hat er mit einem hohen, verkröpften Podestteil gemalt, darüber Marmorsäulen. Die Säulen trugen einst ein reales Tafelbild, die Glorie des heiligen Augustinus darstellend. Darüber befindet sich eine verkröpfte Gebälkzone. Über ihr gibt es einen Aufsatz mit Segmentgiebel, in dem sich ein - illusionistisch gemaltes - ovales Tafelbild mit der Dreifaltigkeit befindet. Der Hochaltar ist von zwei gemalten Statuen der Heiligen Benedikt und Scholastika flankiert. Sie sind wie die Figuren in der Klagenfurter Burgkapelle in Ockerbraun gehalten.

Die Deckenmalerei zeigt reichen Architekturillusionismus, der die Fläche strukturiert. Die Bilder zeigen ein zusammenhängendes inhaltliches Programm. In der untersten Ebene sind in den Zwickelflächen bzw. zwischen den Stichkappen die vier Kirchenväter dargestellt, in den Zwickeln in der Mitte die vier Evangelisten. Die acht Figuren sind buntfarbig und in bewegten Sitzposen dargestellt. Über ihnen beginnt die Architekturmalerei: eine Gesimszone und darüber eine Balustrade. Über die gesamte Deckenlänge erstreckt sich eine Himmelsdarstellung, die in drei Teile gegliedert ist. Vorne, über dem Hochaltar, ist die Himmelfahrt Mariä dargestellt, eine Nachahmung der Darstellung im Augsburger Dom durch Johann Georg Bergmüller. Maria schwebt auf einem Wolkenbausch, von drei Engeln getragen und von Putten umgeben. In der Mitte der Decke ist eine Kuppel mit Tambour dargestellt, in der Kuppel tragen gekuppelte Säulen eine Schalendecke mit Laterne. Aus der Kuppel kommend bewegt sich ein Engel, eine Krone haltend, nach unten. In Richtung Langhaus ist der Kuppelrand von Wolken des nächsten Teils der Himmelssphäre überlagert. In ihr sitzen drei Frauen, die eine lockere Dreieckskomposition bilden: die Heiligen Katharina und Margareta sowie die Allegorie des Glaubens (oder die heilige Barbara). Zwei Putten, die nach unten schweben und von denen einer über den Balustradenrand reicht, bilden die Verbindung zwischen illusionistischer und realer Welt dar.