Basilika Seckau

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Der Grundriß der romanischen Kirche zeigt das süddeutsche Schema: eine langgestreckte, dreischiffige Basilika mit drei Apsiden im Osten. Das heutige Querschiff ist eine Erweiterung aus dem Ende des 19. Jahrhunderts. Auf sächsischen Einfluß weist der Stützenwechsel (Pfeiler - Säulen) hin. Der gesamte Raum ist nach genauen Proportionen gestaltet. Das Einheitsmaß beträgt 7,9 m. Das ist die Breite des Mittelschiffs und macht in sechsfacher Erstreckung seine Länge aus. Das gotische Netzgewölbe des Mittelschiffs wurde gegen 1500 eingezogen. Die romanische Lettnergruppe (1160/1200) schwebt in einer aus Eichenbalken kombinierten Aufhängung über dem Hochaltar. An der Südwand des Seitenschiffes stellt ein Freskenzyklus des 13. Jahrhunderts das Leben des hl. Johannes des Täufers dar. In der Südturmkapelle steht der Mariä-Opferungsaltar, der eine Madonna mit Kind trägt (1488). Der Altar wurde aus Dankbarkeit, daß Seckau beim Türkeneinfall 1480 verschont blieb, errichtet. Die zwei vorderen Joche des nördlichen Seitenschiffs sind zum Mausoleum Karls II. umgebaut; es zählt zu den bedeutendsten Schöpfungen italienischer Renaissance bzw. des Frühbarock diesseits der Alpen. An der Wand des nördlichen Seitenschiffs steht eine Holzplastik der Pietá (Ende des 14. Jahrhunderts). In der gotischen Bischofskapelle steht der spätgotische Mariä-Krönungs-Altar (1489). In kühner Weise stellt der - wahrscheinlich aus Südtirol stammende - Künstler den einen Gott in drei Personen dar, in dessen Leben Maria, vorbildlich für alle Erlösten, hineingekommen ist. Die Gnadenkapelle birgt das Seckauer Gnadenbild. Ein Wallfahrtsziel für Freunde moderner Kunst ist die Seckauer Apokalypse in der Engelkapelle, in der Prof. Herbert Boeckl 1952-1960 Themen der Offenbarung des Johannes in Freskotechnik dargestellt hat.